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  Ort: Ostseebad Swinemünde Stadtinformationen

Informationen zum Ostseebad Swinemünde

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Ostseebad Swinemünde / Swinoujscie

Am östlichen Rand der Insel Usedom, auf 44 Inseln im Flussdelta der Swine, liegt direkt neben den deutschen Kaiserbädern Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin das polnische Ostseeheilbad Swinemünde, dessen romantisches Bäderviertel mit seinen bis zu 150 m breiten Sandstränden durch einen Grüngürtel vom restlichen Stadtgebiet abgetrennt ist.
Die kilometerlange Promenade mit Restaurants, Cafés und Geschäften, ein großer Kurpark des preußischen Gartenbaumeisters Lenné mit altem Baumbestand und das Kur- und Bäderviertel, das mit seinen alten Villen erhalten geblieben ist, sorgen dafür, das Swinemünde unter deutschen Urlaubern zum Geheimtipp auf Usedom geworden ist.

Ein Rundgang durch Swinemünde

Schattige Spaziergänge im Kurpark oder eine "Wanderung" entlang des neuen Dünenweges bis ins nahe Kaiserbad Ahlbeck, Flanieren durch die Fußgängerzonen des Zentrums oder Ausflüge in den benachbarten Nationalpark Wolin:
Urlaub in Swinemünde erschließt Ihnen Usedom und die angrenzende polnische Insel Wolin.
Im 1805 erbauten alten Rathaus, direkt am Hafen befindet sich das Fischereimuseum. Ganz in der Nähe fahren die kostenlosen Fähren zur rechten Swineseite auf die Insel Usedom ab. Hier können Sie vom Swinemünder Leuchtturm aus den Blick über die Usedom-Woliner Bucht zu den Kaiserbädern oder zum polnischen Seebad Misdroy genießen. Die südlichen Inseln im Swine-Delta gehören schon zum Nationalpark Wolin - einen Rundweg durch das Vogelschutzgebiet Karsibor erreichen Sie mit den Swinemünder Stadtbussen.
Wenn Sie vom Hafen aus die Swine entlang durch den Kurpark laufen, passieren Sie zuerst den Jachthafen und anschliessend die Schanzen der ehemaligen Befestigungsanlagen (Westfort, Engelsburg), ehe Sie auf der Westmole das Wahrzeichen Swinemündes erreichen, die 1850 errichtete Mühlenbake, ein Seezeichen, dass den Schiffen die Einfahrt in die Swine anzeigt.
Von einem zweiten Aussichtspunkt in der Stadtmitte aus (Kirchturm der Martin-Luther-Kirche) haben Sie einen Blick über Kurpark und Innenstadt.

Tourist-Information:
Wybrzeze Wladislaw IV, im Fährterminal, Telefon: 091-3224999
Mo-Fr. 9-17 Uhr, im Sommer auch Sa-So 10-14 Uhr

Geschichte von Swinemünde:

„Der Hafen von Stettin“
Im 12. Jahrhundert entstand nah des slawischen Dorfes Westswine eine Schutzburg, die schon im Laufe des 13. Jahrhunderts durch einen Hafen ergänzt wurde. Ab 1230 gab es eine erste Schiffsverbindung zwischen Usedom und Wolin. Im Laufe der wechselvollen Geschichte der pommerschen Küste versandete der Hafen und wurde mehrmals zerstört. Bis 1720 war das Gebiet von Swinemünde schwedisch, dann preußisch. Ab 1729 entwickelte "Wilhelm I." und später bis 1740 "Friedrich II." an der Mündung der Swine einen preußischen Hafen für Stettin und Berlin, da die restliche Küste mit ihren Häfen weiter unter schwedisches Verwaltung stand.

„Swinemünde, eine königlich preußische Gründung“
Dieser Hafen wurde "Swinemünde" getauft. Wegen der Gründungsgeschichte verdient Swinemünde das Attribut "Königliches Bad" im Gegensatz zu den später entstandenen "Kaiserbädern".
1765 erlangte "Swinemünde" Stadtrechte und schon 1824 begann die erste Badesaison im Seebad Swinemünde - in diese Zeit fällt auch die Kindheit von Theodor Fontane in Swinemünde, dessen Vater die heute leider nicht mehr existente Stadtapotheke führte. Fragmente der Kindheit verarbeitet Fontane in seinen Romane "Meine Kindheit" und "Effie Briest".

„Der Weg zum Ostseeheilbad“
1880 wurde ein direkter Kanal als Abkürzung des Swinedeltas geschaffen: Die Kaiserfahrt, der heutige Piastenkanal. Durch ihn war es möglich, mit Seeschiffen die Oder hinauf bis nach Stettin zu fahren – Swinemünde als Stettiner Vorhafen verlor schnell an Bedeutung.
Mit der Entdeckung von Solequellen 1897 gewann die Stadt dafür zunehmende Bedeutung als Heilbad, bald als modernstes Ostseebad auf der Insel Usedom - hiervon zeugt auch der von Peter Joseph Lenné, dem Generaldirektor der preussischen Gärten, schon 1826 geplante Kurpark. Lenné allerdings stellte den Park nicht fertig, sondern reiste nach Streitigkeiten über die Bezahlung vorzeitig aus Swinemünde ab.

„Bad der Kaiser und Könige oder die Badewanne Berlins“
Die Strände von Swinemünde (Nehrung der Küste Usedoms) werden seit Jahrhunderten immer breiter, vor ca. 200 Jahren lag die Küstenlinie 1800 m weiter landeinwärts. Europas Adlige besuchten das aufstrebende Seebad: Kaiser Wilhelm II. und Zar Nikolaus I. weilten hier ebenso wie Friedrich Wilhelm IV und die russische Kaiserin Charlotte.
Nicht zuletzt wegen der breiten Strände, aber auch wegen des 1876 fertig gestellten schnellen Eisenbahnanschlußes an Berlin (2 Stunden Fahrt über Ducherow) wurde Swinemünde zur "Badewanne der Berliner", noch vor dem ersten Weltkrieg erreichte der Ort die stattliche Zahl von 45000 Kurgästen.

„Die dunklen Jahre“
Hinter Kolberg und Kühlungsborn wurde Swinemünde zum drittgrößten deutschen Ostseebad. War man in Swinemünde Anfang des Jahrhunderts noch stolz auf die internationale Zusammensetzung der Gäste und stand im Gegensatz zum antisemitischen Zinnowitz, so grenzte man sich in den zwanziger Jahren deutlich vom judenfreundlichen Bad Heringsdorf. Schon 1932, vor der Machtübertragung an die Nationalsozialisten waren Swinemündes Strände voll von Hakenkreuzfahnen und ab 1934 setzte eine judenfeindliche Bäderpolitik ein. Statt jüdischer Gäste tummelten sich in Swinemünde die Filmstars (Stammgast war zum Beispiel Marlene Dietrich, die das Land aus Opposition zum Nationalsozialismus verließ) später aber auch Nazi-Größen und die Schauspieler der deutschen Propaganda-Maschine. In der Reichspogromnacht 1938 wurde die 1859 erbaute Swinemünder Synagoge zerstört, später die jüdische Gemeinde zerschlagen; die Friedhöfe wurden zerstört. Die als jüdisch ausgegrenzten Swinemünder wurden in den folgenden Jahren fast ausnahmslos deportiert und ermordet.

„Wiederaufstieg zum größten Ostseebad auf Usedom“
1958 verließen die sowjetischen Streitkräfte Swinemünde und das Kurviertel – ein Badebetrieb wurde überhaupt möglich. Seit den fünfziger Jahren wird das bedeutende Seebad von den polnischen "Swinemündern", den Einwohnern der heutigen Stadt Swinoujscie, wieder zur alten Blüte als Hafen und einem der bekanntesten polnischen Ostseebäder geführt.
Mit dem Wegfall der Grenzkontrollen und Zäune zu den deutschen Teilen Usedoms entwickelt sich Swinemünde zum gleichberechtigten Seebad neben den Kaiserbädern und zur Alternative für deutsche Usedom-Urlauber.
Eine durchgehende Promenade verbindet heute Ahlbeck mit Swinemünde, der Ostseebus verkehrt zwischen den Usedomer Seebädern und in Swinemünde entstand ein komplett neues Kurviertel mit Promenade und Geschäftszeile zwischen dem historischen Kurviertel und dem Kurpark. Ein hölzerner Dünenweg eröffnet den Blick über die Bucht auf die nahen Kaiserbäder.
Und für die nächsten Jahre ist neben dem Bau mehrerer hochwertiger Hotelanlagen auch der Wiederaufbau einer Seebrücke geplant.

Entfernung von Swinemünde:
* Berlin / Flughäfen 223 km
* Usedom / Ahlbeck 6 km
mit dem Auto über die Küstenstraße Landesstraße 3 / E 65 erreichbar

Sehenswertes in Swinemünde:

* Die Mühlenbake auf der Westmole ist das Wahrzeichen Swinemündes, sie wurde 1874 als Navigationszeichen geschaffen, erreichbar vom Parkplatz am östlichen Ende der ul.Uzdrowiska
* Kurpark von Peter Joseph Lenné aus dem Jahr 1828 mit Roteichen, Schwarznussbäume, Platanen und Magnolien - die Ableger stammen aus Sanssouci in Potsdam.
* Altes Rathaus von 1808 mit Seefischerei-Museum, plac. Rybacka 1, Di-Fr. 9-16 Uhr, Sa-So 11-16 Uhr
* Aussichtsturm der Martin-Luther-Kirche an der ul. Piłsudskiego, täglich 10 Uhr bis Sonnenuntergang
* Promenade aus Ahlbeck mit altem Teil in Swinemünde bis zur Konzertmuschel und neuem Teil ab der Konzertmuschel
* Ehemaliges städtisches Krankenhaus, 1919 im Jugendstil gebaut, in einer Parkanlage an der ul. Moniuszki, Ecke ul. Wyspianskiego, heute denkmalgerecht saniert als Hotel Cesarskie Ogrody.
* Weitläufige Vogelschutzgebiete auf der Insel Karsibor, gegenüber der von Schinkel 1826 geschaffenen kleinen Kirche gibt es einen Parkplatz, von hier startet ein Rundweg.
* U-Boot-Hafen Karsibor (heutige Marina Karsibór) und Kaiserfahrt (Kanał Piastowski). Unmittelbar nach dem Passieren der Swinebrücke nach Karsibór sehen Sie rechts an der ehemaligen Kaiserfahrt einen kleinen Hafen, der im zweiten Weltkrieg als Ausbildungshafen der U-Booto-Flotte diente. Heute liegen hier Segelboote.
* Festungsanlage Engelsburg (Fort Aniola), 1870-1880 erbautes Fort, das den Hafen schützen sollte. tägl. 10-15 Uhr, im Sommer länger
* Festungsanlage Westbatterie (Fort Zachodni), 1857 errichtet, Apr.-Okt. 10-15 Uhr, im Sommer länger
* Festungsanlage Ostbatterie (Fort Gerharda) aus dem Jahren 1856 bis 1863, Apr-Okt. 10-18 uhr, Nov-März 10-17 Uhr
* Leuchtturm (Latarnia Morska), 1857 erbaut und mit 68 m Höhe der höchste an der polnischen Ostseeküste, mit Museum auf der Ostseite der Swine, ul Bunkerowa 1, Juni bis September Mo-So 10-18 Uhr
* Die Ahlbecker Promenade und Seebrücke
* Die Heringsdorfer Promenade und Seebrücke
* Raketenversuchsanstalt Peenemünde und Historisch-technisches Museum Peenemünde, im Kraftwerk, www.peenemuende.de, 10-16 Uhr, im Sommer länger, 038371 5050

Empfohlene Restaurants in Swinemünde:

* Restaurant Pod Kogutem (Karczma Polska), an der Promenade neben dem Hallenbad, traditionelle polnische Küche
* Restaurant Kurna Chata am Turm der Martin-Luther-Kirche, altpolnische Küche
* Restaurant Magiczna Spizarnia, gegenüber des Anlegers der Stadtfähre, polnische Traditionsküche

Empfohlene Cafés in Swinemünde:

* Café Wieża im Turm der Martin-Luther-Kirche
* Café Baltic an der neuen Promenade mit den berühmten Sowa-Torten und hervorragendem Kaffee
* Café Antykwariat im Hotel “Pod Kasztanami”, ul. Paderewaskiego 14



Die Umgebung

Wander-Tipps in Swinemünde:

„Zur Mühlenbake“
Der rote Wanderweg führt die Promenade entlang nach Osten bis zur Westmole, von dort zwischen Kurpark und Swine entlang nach Süden bis zum Hafen und zur Stadtfähre (4 km).

„Nach Misdroy“
Wenn Sie weiter in Richtung Misdroy wandern möchten, so überqueren Sie mit der Fähre die Swine und folgen Sie dem roten Weg weiter nach Süden bis Ognica, von dort durch den Wald nach Przytor zum Swinedelta und am Delta entlang durch den Wald nach Misdroy (ca.18 km)

„Zu den Kaiserbädern“
Die neue Promenade führt Sie nach Ahlbeck, wählen Sie für hin- oder Rückweg den festen Strand (ca. 5km).

„Um den Golm“
Auf deutscher Seite führt ab der Ortsmitte von Garz ein blauer Rundwanderweg um das Naturschutzgebiet Golm, zum am Haff gelegenen Hafen von Kamminke und wieder zurück nach Golm (ca. 9 km)

„Um den Wolgastsee“
Ab der Ortsmitte von Korswandt auf deutscher Seite gibt es einen Rundweg um den Wolgastsee (ca. 3 km).

Fahrrad-Tipps um Swinemünde:

„Zum Ostseebad Misdroy“
Auf dem grünen Radwanderweg mit der Stadtfähre zum östlichen Ufer der Swine, zum Leuchturm und weiter bis nach Misdroy(ca. 16 km). In Misdroy können Sie über die alte Landstraße nach Lubiewo fahren (ca. 2,2 km) und dort den blauen Radwanderweg erreichen, der Sie durch den Wald und am Swinedelta entlang zur südlich gelegenen Fähre und dann zurück nach Swinemünde führt (23 km) – insgesamt: ca. 42 km.

„Zu den Kaiserbädern“
Nach Westen auf der Promenade nach Ahlbeck (ca. 5 km).

„Zum Piastenkanal“
Der rote Radwanderweg ist ein Rundweg, der an den Swinemünder Tankstellen an der Straße zur Südfähre beginnt. Der Weg führt Sie durch den wald zur Südfähre und weiter parallel zur Kaiserfahrt bis zur Südlichen Spitze von Usedom, mit traumhaften Blick über das Stettiner Haff. Zurück geht es durch den Swinemünder Forst nach Wyzdrany (ehemals Friedrichsthal) und weiter zum Ausgangspunkt (21 km).
Als Erweiterung können Sie mit der südlichen Autofähre nach Wolin übersetzen und sofort rechts zur Vogelschutzinsel Karsibór abbiegen, an der Hauptstraße weiter links bis zur zweiten Kirche. (hin- und zurück ca. 7 km) Von dort gibt es einen Weg in die Vogelschutzgebiete.

„Die Runde auf Karsibór“
Auf der Insel Karsibór gibt es einen gelben Fahrradrundweg, der Sie bis zur südlichen Spitze der Insel führt (ab und bis Swinemünde ca. 21 km). Er startet an der Marina von Karsibór

„Der Grenzrundweg“
Starten Sie wieder an den Tankstellen von Swinemünde in Richtung Garz. Auf deutscher Seite folgen Sie dem blauen (deutschen) Fahrradweg rund um das Naturschutzgebiet Zerninsee bis nach Kurswandt, am Wolgastsee vorbei nach Ahlbeck und über die Promenade wieder zurück nach Swinemünde (18 km).

Ausflüge ab Swinemünde:

* Szczecin 113 km
* Ostseebad Misdroy 23 km
* Nationalpark Wolin 24 km
* Ostseebad Kolberg 122 km
* Kamien Pomorski mit Rathaus und Dom 60 km
* Gryfice mit Altstadt 89 km
* Rewal 69 km
* Trzesacz mit der ins Meer stürzenden Kirchenruine 66 km
* Niechorze mit Leuchtturm, Fischereimuseum und Wanderung um Vogelschutzgebiet 71 km
* Trzebiatów mit erhaltener Altstadt und Dom 93 km





Der Tipp unseres Einkäufers

"An Swinemünde beeindruckt mich immer wieder die sehr gute Erreichbarkeit von Deutschland aus und die angenehme Ruhe und Gelassenheit im Bäder-und Kurviertel. Sehr breite Sandstrände und die nahen Kaiserbäder, die zu Fuss den Strand entlang oder auf der neuen durchgehenden Promenade schnell zu erreichen sind, sorgen für den richtigen Ostsee-Urlaub.

Sie sollten unbedingt an der neuen Promenade das Batic Café besuchen - hier gibt es die berühmten Sowa- (Eule-) Torten, einen Traum von Kuchen und Torten, wenn auch nicht gerade zu Discountpreisen.

Carsten Wolf, Geschäftsführer von Travel-Netto"




Swinemünde auf Usedom bietet viel Grün und mittlerweile eine sehr angenehme Mischung aus guten Hotels, sehr gepflegten Promenaden und angenehmen Klima
 
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