Kajak und Kanu fahren
Kajaksport auf der Łeba
Sechs Anrainergemeinden haben unlängst einen gemeinsamen Projektförderantrag bei der Woiwodschaft Pomorskie (Pommern) eingereicht. Ziel ist es, auf dem nördlichen Abschnitt des rund 150 Kilometer langen Fluss Łeba (Leba) eine moderne Infrastruktur für den Kajaksport zu schaffen. Der Fluss entspringt nahe dem kaschubischen Kartuzy (Karthaus), etwa 30 Kilometer westlich von Danzig, und mündet bei Łeba in die Ostsee.
Hafen von Leba (Foto: shutterstock_88653718)
Beteiligt sind die Gemeinden Łeba, Lębork (Lauenburg), Nowa Wieś Łęborska (Neuendorf), Wicko (Vietzig), Główczyce (Glowitz) sowie die Gemeinde Łęczyce (Lanz), die das Projekt koordiniert. Auf deren Gebiet sollen Portagen zum bequemen Transport von Kajaks über unschiffbare Abschnitte, Zeltplätze sowie Anleger errichtet werden. Im zur Gemeinde Główczyce gehörenden rund 12 Kilometer südwestlich von Łeba gelegenen Dorf Gać (Speck) soll kurz vor der Mündung in den Łebasee zudem ein Kajakknotenpunkt errichtet werden. Neben der Brücke über den Fluss haben die Planer einen Anleger vorgesehen, der über einen Platz zum Wassern, Kajakständer, sanitäre Anlagen und einen Rastpavillon sowie Ständer und Werkzeug für Fahrräder verfügen soll.
Das Angebot, das bis 2018 fertiggestellt sein soll, richtet sich sowohl an Ausflugsgäste aus den Ostseebädern, die für ein paar Stunden oder einen Tag die Łeba oder den Łebasee erkunden, als auch an Aktivtouristen, die den gesamten Flusslauf ab der Gemeinde Łęczyce befahren wollen. Das Projekt wurde im Rahmen der Tourismusentwicklungsstrategie „Pomorskie Szlaki Kajakowe“ (Pommersche Kajakrouten) eingereicht, das bis 2018 bestehende Kajakrouten erneuern und neue Wege schaffen will, so dass Einwohnern und Touristen künftig ein Gesamtnetz von rund 1.500 Kilometern Länge zur Verfügung steht