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in Polen

Jüdische Kulturtage

Jüdisches Festival in Słupsk / Stolp

Bereits zum zwölften Mal veranstaltet das Kulturzentrum von Słupsk (Stolp) gemeinsam mit dem Verein „Punkt Zapalny“ die Jüdischen Kulturtage „Dni Kultury Żydowskiej“. Vom 9. bis 24. Oktober können Besucher der pommerschen Kreisstadt in Vergangenheit und Gegenwart jüdischer und jüdisch-polnischer Lebenswelten eintauchen. Geplant sind Konzerte, Film- und Theatervorführungen sowie Vorträge.

Den Beginn macht am 9. Oktober eine Theaterperformance, gefolgt von einer Einladung zum Sukkot, dem traditionellen Laubhüttenfest, das in diesem Jahr vom 9. bis 15. Oktober begangen wird. Am 11. Oktober finden verschiedene Vorträge in polnischer Sprache zu Reisen nach Israel und den Dramen des jiddischen Schriftstellers Schalom Asch statt. Besonders interessant für ausländische Gäste verspricht der 12. Oktober zu werden. Dieser Tag ist aktuellen Dokumentationen rund um jüdisches Leben gewidmet.

Im Kino Rejs können Festivalbesucher dann den Film „Father and son“ des polnisch-jüdischen Dokumentarfilmers Paweł Łoziński sehen. Gemeinsam mit seinem Vater, ebenfalls bekannter Dokumentarkünstler, begibt er sich auf eine Spurensuche durch Europa. Der preisgekrönte Film „Soldier on the roof“ der niederländisch-israelischen Filmemacherin Esther Hertog spiegelt die aktuelle Lage im Westjordanland wider. Bewegend ist die Geschichte der „Lady in number 6“. Malcom Clarke erzählt die Geschichte von Alice Herz-Sommer, der ältesten Pianistin und Überlebenden der Shoah. Sie war kurz nach den Filmaufnahmen im Februar 2014 im Alter von 110 Jahren gestorben.

Den krönenden Abschluss macht am 24. Oktober das Klezmerorchester des Theaters von Sejny, einem kleinen Ort an der polnisch-litauischen Grenze. Es besteht aus jungen Polinnen und Polen, die sich im landesweit bekannten Kulturverein „Pogranicze-Grenzland“ engagieren, der die multiethnische Vergangenheit Ostpolens wiederentdeckt. Der Eintritt zum Konzert im Theater Rondo kostet 10 Złoty (ca. 2,40 Euro), alle anderen Veranstaltungen sind frei.

Slupsk, der Ort der jüdischen Kulturtage ist nur 20 km von ustka entfernt. Hier sehen Sie das Plakat mit der Programmübersicht.

Plakat der Jüdischen Kulturtage in Slupsk

Das Festival will auf die jüdische Geschichte in Polen wie auch im einst deutschen Stolp aufmerksam machen. Zwar war der Anteil an Bürgern jüdischen Glaubens, wie in fast allen pommerschen Gemeinden, aufgrund der historischen Siedlungspolitik eher gering. Sicher nachgewiesen sind jüdische Familien im ehemaligen Stolp aber spätestens seit 1705. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war die jüdische Gemeinde von Stolp auf rund 800 Personen angewachsen, was einem Bevölkerungsanteil von rund drei Prozent entsprach. Zu Beginn der Nazi-Diktatur lebten aufgrund von Abwanderungen nach Berlin und in andere Großstädte noch knapp 400 Juden in der Stadt. Die verbliebenen, denen es nicht mehr gelang ins Ausland zu fliehen, wurden 1942 aller Wahrscheinlichkeit nach in Auschwitz ermordet.

Von der einst lebendigen jüdischen Kultur zeugt im heutigen Słupsk noch das zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Sezessionsstil errichtete Begräbnishaus auf dem ehemaligen Jüdischen Friedhof. Das Gebäude in der ul. dr. Maxa Josepha wird derzeit von der Denkmalpflege genutzt. Nicht erhalten geblieben ist die Neue Synagoge von Stolp. Das Bauwerk in der heutigen ul. Niedziałkowskiego wurde 1902 eingeweiht und während der Pogromnacht 1938 niedergebrannt. Seit 2006 erinnert ein nach Originaldokumenten errichteter Zaun mit mehrsprachigen Gedenkplaketten an die Synagoge, die jüdische Gemeinde und den letzten Rabbiner von Stolp.

Die Kreisstadt Słupsk liegt rund 20 km südlich vom Seekurort Ustka (Stolpmünde) entfernt, für den sie als Oberzentrum fungiert. Dort befinden sich mit der Philharmonie „Sinfonia Baltica“, dem Mittelpommerschen Museum und vier Theatern Kultureinrichtungen von überregionaler Bedeutung. Obwohl der größte Teil der Altstadt gegen Ende des Zweiten Weltkrieges zerstört worden war, sind bis heute zahlreiche Sehenswürdigkeiten erhalten geblieben.

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