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Die Vergangenheit wiederentdecken

Neue Fundstücke erhellen die Geschichte der Festung Swinemünde

Das Festungsmuseum im Ostseebad Świnoujście (Swinemünde) ist um mehrere Attraktionen reicher. Die Einrichtung im Fort Gerhard auf der Insel Wolin (Wollin) arbeitet so weiter an der Rekonstruktion der Festungsgeschichte. Behilflich sind den Museumsmachern dabei nicht nur archäologische Arbeiten im Ort, sondern auch Sammler und Museen in ganz Europa. Von unschätzbarem historischen Wert ist ein Album, das vor kurzem aus der Schweiz an die Ostseeküste gelangte. Der rund 10 Kilogramm schwere Band zeigt Fotos aus dem Alltag und von Feierlichkeiten des 34. Füssilier-Regiments Königin Viktoria von Schweden, das ab 1911 in Swinemünde stationiert war. Die Fotos stammen aus den Jahren 1914 bis 1920 und zeigen unter anderem Ansichten aus dem Ersten Weltkrieg.

Ein polnischer Sammler aus Toruń (Thorn) übergab dem Museum zudem einen Regimentsstempel. Das seltene Stück stammt aus einer Stettiner Werkstatt und wurde wahrscheinlich zwischen 1908 und 1914 angefertigt. Eine weitere Rarität, welche die Sammlung bereichert, ist die sogenannte Würzburg-Fibel. Die Bedienungsanleitung des Würzburg-Radars wurde vom Oberkommando der Kriegsmarine während des Zweiten Weltkrieges herausgegeben. Ein Stempel auf der Innenseite gibt die V. Marineflakschule als Besitzerin an, die ebenfalls in Swinemünde stationiert war. Auf dem Gelände von Fort Gerhard befand sich eine Übungsradaranlage vom Typ Würzburg.

Sie sehen das Fort Gerharda in Swinemünde

Fort Gerharda in Swinemünde - Foto: Carsten Wolf

Etwas ganz Besonderes ist auch der Fund, den Bauarbeiter Anfang Juli beim Ausschachten eines Fundamentes für einen Bankautomaten im Stadtzentrum fanden. Zutage kam eine Sammlung historischer Waffen. Die Fundstücke datieren auf das 18. und 19. Jahrhundert. Unter ihnen befinden sich beispielsweise der Säbel eines deutschen Marineoffiziers sowie ein Gewehr und ein französisches Bajonett aus der Zeit der Napoleonischen Kriege. Die zuständigen Archäologen vermuten, dass es sich um eine Sammlung wertvoller Waffen handelt, deren Besitzer sie 1945 vor den herannahenden Truppen der Roten Armee im Keller vergrub. Zwar hatte das Haus das Kriegsende nicht überstanden, die Waffen blieben aber unterhalb des neuen Straßenbelags erhalten.

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