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Swinoujscie / Swinemünde in Polen: Stadtführer


Świnoujście / Ostseebad Swinemünde


Am östlichen Rand der Insel Usedom auf 44 Inseln im Flussdelta der Swine liegt direkt neben den deutschen Kaiserbädern Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin das polnische Ostseeheilbad Świnoujście/ Swinemünde, dessen romantisches Bäderviertel mit den bis zu 150 m breiten Sandstränden durch einen Grüngürtel vom restlichen Stadtgebiet abgetrennt ist.
Die kilometerlange Promenade mit Restaurants, Cafés und Geschäften, ein großer Kurpark des preußischen Gartenbaumeisters Lenné mit altem Baumbestand und das Kur- und Bäderviertel, das mit seinen alten Villen erhalten geblieben ist, sorgen dafür, dass Świnoujście/ Swinemünde auch unter deutschen Urlaubern zum Geheimtipp auf Usedom geworden ist. Auch bei Wikipedia gibt es eine interessante Seite für Swinoujscie - hier finden Sie viele Informationen zur Geschichte, Daten und weiterführende Links.

Świnoujście- Stadtrundgang

Schattige Spaziergänge im Kurpark oder eine "Wanderung" entlang des neuen Dünenweges bis ins nahe Kaiserbad Ahlbeck, Flanieren durch die Fußgängerzonen des Zentrums oder Ausflüge in den benachbarten Nationalpark Wolin:
Ein Urlaub in Świnoujście/ Swinemünde erschließt Ihnen Usedom und die angrenzende polnische Insel Wolin.
Im 1805 erbauten alten Rathaus, direkt am Hafen, befindet sich das Fischereimuseum von Świnoujście. Ganz in der Nähe fahren die kostenlosen Fähren zur rechten Swineseite auf die Insel Usedom ab. Hier können Sie vom Swinemünder Leuchtturm aus den Blick über die Usedom-Woliner Bucht zu den Kaiserbädern oder zum polnischen Seebad Międzyzdroje/ Misdroy genießen. Die südlichen Inseln im Swine-Delta gehören schon zum Nationalpark Wolin - einen Rundweg durch das Vogelschutzgebiet Karsibór erreichen Sie mit den Stadtbussen von Świnoujście.
Wenn Sie vom Hafen aus die Swine entlang durch den Kurpark laufen, passieren Sie zuerst den Jachthafen und anschliessend die Schanzen der ehemaligen Befestigungsanlagen (Westfort, Engelsburg), ehe Sie auf der Westmole das Wahrzeichen von Świnoujście erreichen: Die 1850 errichtete Mühlenbake, ein Seezeichen, dass den Schiffen die Einfahrt in die Swine anzeigt.
Von einem zweiten Aussichtspunkt in der Stadtmitte von Świnoujście aus (Kirchturm der Martin-Luther-Kirche) haben Sie einen Blick über Kurpark und Innenstadt.

Swinoujscie Tourist-Information:

Plac Słowiański 6/1, Telefon: 091-3224999
Mo-Fr. 9-17 Uhr, im Sommer auch Sa-So 10-14 Uhr

Geschichte von Swinemünde:

„Der Hafen von Stettin“
Im 12. Jahrhundert entstand nah des slawischen Dorfes Westswine eine Schutzburg, die schon im Laufe des 13. Jahrhunderts durch einen Hafen ergänzt wurde. Ab 1230 gab es eine erste Schiffsverbindung zwischen Usedom und Wolin. Im Laufe der wechselvollen Geschichte der pommerschen Küste versandete der Hafen und wurde mehrmals zerstört. Bis 1720 war das Gebiet von Świnoujście/ Swinemünde schwedisch, dann preußisch. Ab 1729 entwickelte Wilhelm I. und später bis 1740 Friedrich II. an der Mündung der Swine einen preußischen Hafen für Stettin und Berlin, da die restliche Küste mit ihren Häfen weiter unter schwedischer Verwaltung stand.

„Swinemünde, eine königlich preußische Gründung“
Dieser Hafen wurde "Swinemünde" getauft. Wegen der Gründungsgeschichte verdient Świnoujście/ Swinemünde das Attribut "Königliches Bad" im Gegensatz zu den später entstandenen "Kaiserbädern".
1765 erlangte "Swinemünde" Stadtrechte und schon 1824 begann die erste Badesaison im Seebad Świnoujście/ Swinemünde - in diese Zeit fällt auch die Kindheit von Theodor Fontane in Swinemünde, dessen Vater die heute leider nicht mehr existente Stadtapotheke führte. Fragmente der Kindheit verarbeitet Fontane in seinen Romane "Meine Kindheit" und "Effie Briest".

„Der Weg zum Ostseeheilbad“
1880 wurde ein direkter Kanal als Abkürzung des Swinedeltas geschaffen: Die Kaiserfahrt, der heutige Piastenkanal. Durch ihn war es möglich, mit Seeschiffen die Oder hinauf bis nach Stettin zu fahren – Swinoujscie / Swinemünde als Stettiner Vorhafen verlor schnell an Bedeutung.
Mit der Entdeckung von Solequellen 1897 gewann die Stadt dafür zunehmende Bedeutung als Heilbad, bald als modernstes Ostseebad auf der Insel Usedom - hiervon zeugt auch der von Peter Joseph Lenné, dem Generaldirektor der preußischen Gärten, schon 1826 geplante Kurpark. Lenné allerdings stellte den Park nicht fertig, sondern reiste nach Streitigkeiten über die Bezahlung vorzeitig aus Świnoujście/ Swinemünde ab.

„Bad der Kaiser und Könige oder die Badewanne Berlins“
Die Strände von Świnoujście/ Swinemünde (Nehrung der Küste Usedoms) werden seit Jahrhunderten immer breiter, vor ca. 200 Jahren lag die Küstenlinie 1800 m weiter landeinwärts. Europas Adlige besuchten das aufstrebende Seebad: Kaiser Wilhelm II. und Zar Nikolaus I. weilten hier ebenso wie Friedrich Wilhelm IV. und die russische Kaiserin Charlotte.
Nicht zuletzt wegen der breiten Strände, aber auch wegen des 1876 fertig gestellten schnellen Eisenbahnanschlußes an Berlin (2 Stunden Fahrt über Ducherow) wurde Świnoujście/ Swinemünde zur "Badewanne der Berliner", noch vor dem ersten Weltkrieg erreichte der Ort die stattliche Zahl von 45.000 Kurgästen.

„Die dunklen Jahre“
Hinter Kolberg und Kühlungsborn wurde Świnoujście/ Swinemünde zum drittgrößten deutschen Ostseebad. War man in Swinemünde Anfang des Jahrhunderts noch stolz auf die internationale Zusammensetzung der Gäste und stand im Gegensatz zum antisemitischen Zinnowitz, so grenzte man sich in den zwanziger Jahren deutlich vom judenfreundlichen Bad Heringsdorf ab. Schon 1932, vor der Machtübertragung an die Nationalsozialisten, waren Swinemündes Strände voll von Hakenkreuzfahnen und ab 1934 setzte eine judenfeindliche Bäderpolitik ein. Statt jüdischer Gäste tummelten sich zunächst in Swinemünde die Filmstars (Stammgast war zum Beispiel Marlene Dietrich, die das Land aus Opposition zum Nationalsozialismus verließ), später aber auch Nazi-Größen und die Schauspieler der deutschen Propaganda-Maschinerie. In der Reichspogromnacht 1938 wurde die 1859 erbaute Swinemünder Synagoge zerstört, später die jüdische Gemeinde zerschlagen und deren Friedhöfe zerstört. Die als jüdisch ausgegrenzten Swinemünder wurden in den folgenden Jahren fast ausnahmslos deportiert und ermordet.

„Wiederaufstieg zum größten Ostseebad auf Usedom“
1958 verließen die sowjetischen Streitkräfte Świnoujście/ Swinemünde und das Kurviertel – ein Badebetrieb wurde jetzt überhaupt erst möglich. Seit den fünfziger Jahren wird das bedeutende Seebad von den polnischen "Swinemündern", den Einwohnern der heutigen Stadt Świnoujście, wieder zur alten Blüte als Hafen und einem der bekanntesten polnischen Ostseebäder geführt.
Mit dem Wegfall der Grenzkontrollen und Zäune zu den deutschen Teilen Usedoms entwickelte sich Świnoujście zum gleichberechtigten Seebad neben den Kaiserbädern und zur Alternative für deutsche Usedom-Urlauber.
Eine durchgehende Promenade verbindet heute Ahlbeck mit Świnoujście/ Swinemünde. Der Ostseebus verkehrt zwischen den Usedomer Seebädern und in Swinemünde entstand ein komplett neues Kurviertel mit Promenade und Geschäftszeile zwischen dem historischen Kurviertel und dem Kurpark. Ein hölzerner Dünenweg eröffnet den Blick über die Bucht auf die nahen Kaiserbäder.
Auch für die nächsten Jahre ist in Świnoujście/ Swinemünde neben dem Bau mehrerer hochwertiger Hotelanlagen der Wiederaufbau einer Seebrücke geplant.

Entfernung von Świnoujście/ Swinemünde:

* Berlin / Flughäfen 223 km
* Usedom / Ahlbeck 6 km
* Flughafen Heringsdorf 10 km
mit dem Auto über die Küstenstraße Landesstraße 3 / E 65 erreichbar

Sehenswertes in Świnoujście/ Swinemünde:

* Die Mühlenbake auf der Westmole ist das Wahrzeichen von Świnoujście/ Swinemünde, sie wurde 1874 als Navigationszeichen geschaffen, erreichbar vom Parkplatz am östlichen Ende der ul.Uzdrowiska
* Kurpark von Peter Joseph Lenné aus dem Jahr 1828 mit Roteichen, Schwarznussbäumen, Platanen und Magnolien - die Ableger stammen aus Sanssouci in Potsdam.
* Altes Rathaus von 1808 mit Seefischerei-Museum, plac. Rybacka 1, Di-Fr. 9-16 Uhr, Sa-So 11-16 Uhr
* Aussichtsturm der Martin-Luther-Kirche an der ul. Piłsudskiego, täglich 10 Uhr bis Sonnenuntergang
* Promenade aus Ahlbeck mit altem Teil in Swinemünde bis zur Konzertmuschel und neuem Teil ab der Konzertmuschel
* Ehemaliges städtisches Krankenhaus, 1919 im Jugendstil gebaut, in einer Parkanlage an der ul. Moniuszki, Ecke ul. Wyspianskiego, heute denkmalgerecht saniert als Hotel Cesarskie Ogrody.
* Weitläufige Vogelschutzgebiete auf der Insel Karsibór, gegenüber der von Schinkel 1826 geschaffenen kleinen Kirche gibt es einen Parkplatz, von hier startet ein Rundweg.
* U-Boot-Hafen Karsibór (heutige Marina Karsibór) und Kaiserfahrt (Kanał Piastowski). Unmittelbar nach dem Passieren der Swinebrücke nach Karsibór sehen Sie rechts an der ehemaligen Kaiserfahrt einen kleinen Hafen, der im zweiten Weltkrieg als Ausbildungshafen der U-Boot-Flotte diente. Heute liegen hier Segelboote.
* Festungsanlage Engelsburg (Fort Aniola), 1870-1880 erbautes Fort, das den Hafen schützen sollte. Tägl. 10-15 Uhr, im Sommer länger.
* Festungsanlage Westbatterie (Fort Zachodni), 1857 errichtet, Apr.-Okt. 10-15 Uhr, im Sommer länger
* Festungsanlage Ostbatterie (Fort Gerharda) aus dem Jahren 1856 bis 1863, Apr-Okt. 10-18 uhr, Nov-März 10-17 Uhr
* Leuchtturm (Latarnia Morska), 1857 erbaut und mit 68 m Höhe der höchste an der polnischen Ostseeküste, mit Museum auf der Ostseite der Swine, ul Bunkerowa 1, Juni bis September Mo-So 10-18 Uhr
* Die Ahlbecker Promenade und Seebrücke
* Die Heringsdorfer Promenade und Seebrücke
* Raketenversuchsanstalt Peenemünde und historisch-technisches Museum Peenemünde, im Kraftwerk, www.peenemuende.de, 10-16 Uhr, im Sommer länger, 038371 5050

Empfohlene Restaurants in Świnoujście/ Swinemünde:

* Restaurant Pod Kogutem (Karczma Polska), an der Promenade neben dem Hallenbad, traditionelle polnische Küche
* Restaurant Kurna Chata am Turm der Martin-Luther-Kirche, altpolnische Küche
* Restaurant Magiczna Spizarnia, gegenüber des Anlegers der Stadtfähre, polnische Traditionsküche

Empfohlene Cafés in Świnoujście/ Swinemünde:

* Café Wieża im Turm der Martin-Luther-Kirche
* Café Baltic an der neuen Promenade mit den berühmten Sowa-Torten und hervorragendem Kaffee
* Café Antykwariat im Hotel “Pod Kasztanami”, ul. Paderewaskiego 14


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