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Marienkirche - Kathedrale von Koszalin

Marienkirche Kathedrale von Koszalin
Kirche


Modernisierungsarbeiten am Mariendom in Koszalin - Gebeine gefunden

Die Modernisierungsarbeiten an der Kathedrale von Koszalin (Köslin) ermöglichen derzeit unerwartete Einblicke in die Vergangenheit. Bereits Anfang Mai wurden unter dem Bodenbelag des zu Beginn des 14. Jahrhunderts errichteten Gotteshauses die ursprünglichen Fundamente gefunden. Demnach lag der damalige Fußboden zur Weihe der Marienkirche im Jahr 1333 noch einen halben Meter tiefer als gegenwärtig.
Die eigentliche Sensation förderten aber die Arbeiten in dieser Woche zutage. In einer Nische unterhalb des Kirchturmes stießen die Archäologen, welche die jeweiligen Arbeitsabschnitte vor dem Baubeginn begutachten, auf drei Grablegungen aus dem 18. Jahrhundert. Anders als bei den zahlreich unter dem Boden gefundenen übrigen menschlichen Überresten sind diese als komplette Skelette erhalten. Eines davon weist eine medizinische Besonderheit auf. So konnten die Wissenschaftler im Schädel des Mannes, der mit ungefähr 50 Jahren verstarb, eine Bohrung ausmachen.
Da es keine Vernarbungsanzeichen gibt, gehen die Experten davon aus, dass die mutmaßliche Gehirnoperation auch gleichzeitig die Todesursache gewesen war. Trepanationen, wie die Schädelöffnungen unter Medizinern genannt werden, führten die Menschen bereits in der Steinzeit durch. Sinn war es oftmals, einfach den durch verschiedenste Erkrankungen verursachten Hirndruck zu mindern. Doch erst in den letzten 150 Jahren wurden hochwirksame Betäubungsmittel und Präzisionsinstrumente entwickelt. Ganz anders noch zu den Lebzeiten der drei Toten. So ist an dem gefundenen Schädel sogar noch die Gewindestärke des zur Öffnung benutzten Handbohrers zu erkennen.
Um wessen Gebeine es sich handeln könnten, die nun von mehreren Lagen Staub und Dreck befreit wurden, wird kaum zu klären sein. In jedem Fall muss es sich um für die Stadt wichtige Personen gehandelt haben, denn nur solchen wurde eine Bestattung in der Hauptkirche zuteil. Das gotische Bauwerk wurde 1972 zur Kathedrale des neu geschaffenen Bistums Köslin-Kolberg erhoben. Sie verfügt über zahlreiche wertvolle Kunstwerke aus der Zeit vom 13. bis ins 19. Jahrhundert. Die Modernisierung soll im Oktober dieses Jahres abgeschlossen sein. Neben der Erneuerung von Heizung und Brandschutzinstallationen werden vor allem die Kirchenwände im Innen- und Außenbereich sowie die Glasfenster restauriert. Darüber hinaus werden Infotafeln Besucher künftig in drei Sprachen, darunter auch auf Deutsch, über Geschichte und Sehenswürdigkeiten der Marienkirche informieren.

Archivschatz in der Marienkirche von Köslin/Koszalin gefunden

Über die Entstehung der eindrucksvollen Chorfenster des Doms von Koszalin (Köslin) war bislang nicht viel bekannt. Nun gelang es Krystyna Rypniewska, der Kuratorin für Kunstgeschichte des Regionalmuseums von Koszalin, die Originaldokumentation der Renovierungsarbeiten der Jahre 1914-1926 ausfindig zu machen. Nach langem Suchen – auch in deutschen Archiven – wurde sie wider Erwarten in der Pfarrkanzlei vor Ort fündig. Bereits vor drei Jahren fand sie einen Zeitungsartikel der „Kösliner Zeitung“, der anlässlich der Einweihung der Glasfenster erschienen war und einige Fragen beantworten konnte.
Die Dokumentation ermöglicht der Wissenschaftlerin nun einen tieferen Einblick. Sie verzeichnet minutiös die verschiedenen Aufträge und Spender der einzelnen Fenster, Extrawünsche, Entwürfe, Kostenpläne und Abrechnungen. So erfährt man nicht nur einiges über die Beweggründe für die Motivauswahl, sondern auch etwas über die gesellschaftliche Zusammensetzung der damaligen evangelischen Gemeinde und der Stadtverwaltung sowie über den Zeitgeist zu Beginn des Ersten Weltkrieges.
Geschaffen wurden die monumentalen Fenster von der Glasmalereianstalt Ferdinand Müller aus Quedlinburg, dem bedeutendsten Unternehmen für evangelische Glasmalerei der damaligen Zeit. Der Meister selbst legte noch Hand an und stellte das Werk 1915, ein Jahr vor seinem Tod, fertig. Zwei der Bilder, die der Reformatoren Luther und Melanchthon, wurden von der Stadt gestiftet, das zentrale Fenster, das ein Muster zeigt über dem eine Taube als Symbol des Heiligen Geistes schwebt, von einem Prokurator Rudnick. Die Witwe des Handelsrats Gustav Schilling stiftete das Bild von Jesus mit den Jüngern in Emmaus. Das Bild von Maria und Marta, die auf Jesus treffen, hatte keinen Stifter und wurde aus Gemeindemitteln bezahlt.
Die Wahl der beiden Reformatoren durch die Stadtoberen war nicht nur eine Verbeugung vor deren Leistung. Damit sollte auch an den Bürgermeistersohn Johannes Freder und den Ratsherren Peter Schweder erinnert werden. Beide waren in Köslin geboren und Weggefährten Luthers und Melanchthons. Beim Bild von Jesus vor Emmaus kam es zu einer Abweichung vom ursprünglichen Auftrag, die sich nicht aus den Unterlagen rekonstruieren ließ. So sollte der Name des verstorbenen Handelsrates nicht im Zentrum, sondern im unteren Bereich des Bildes als Widmung erscheinen. Die Unterlagen werden aufbereitet und bei der Darstellung künftiger Ausstellungen im Museum berücksichtigt.



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