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Sturmflutwehr in Mielno - Politische Auseinandersetzung Umweltschutz

Neue Lösung für den Jamunder See in Sicht?

Das Sturmflutwehr am Jezioro Jamno (Jamunder See) erhitzt seit Jahren die Gemüter im Seebad Mielno (Großmöllen) und Umgebung. Katastrophenschutz, Amts- und Naturschutzinteressen sowie Wassersport scheinen schwer miteinander vereinbar zu sein. In den Augen der lokalen und regionalen Naturschützer ist die Anlage eine komplette Fehlplanung. Im Rahmen des Kommunalwahlkampfes war nun sogar der zuständige polnische Minister für Wasserwirtschaft und Hochseeschifffahrt vor Ort.

Das Sturmflutwehr am Jamunder See wurde im November 2013 freigegeben. Eigentlich soll es die auf der schmalen Nehrung zwischen Jamno und Ostsee gelegenen Teile von Mielno, Unieście (Nest) und  Łazy (Lasse) während der Herbst- und Winterstürme vor Überschwemmungen sichern. Doch schon kurze Zeit nach der Inbetriebnahme kam es zu den ersten Beschwerden und Protesten seitens Umweltschützern, Freizeitsportlern und auch zahlreichen Anwohnern. Wissenschaftliche Untersuchungen hatten bereits 2015 nahegelegt, dass die Erhöhung des Hochwasserdeiches und die Anlage eines neuen Entwässerungssystems vollkommen ausreichend für den Schutz bei Sturmfluten seien.

Zwar hat das etwa auf halber Strecke des 600 Meter langen Jamunder Kanals in die Ostsee errichtete Wehr bereits mehrfach Sturmschäden verhindert. Andererseits vermindert sie sogar im geöffneten Zustand dauerhaft den für Tier- und Pflanzenwelt so wichtigen Austausch zwischen süßem See- und salzigem Ostseewasser. Zwar sei die Wasserqualität bei weitem nicht so bedenklich, wie noch vor 20 Jahren. Abwasservermeidung und moderne Kläranlagen hätten hier das Nötige getan. Das empfindliche Ökosystem in den Ufergebieten sei aber bereits angegriffen, so die Naturschützer.

Bereits im August hatten einige parteilose Stadträte einen Abriss des Bauwerks gefordert. Dafür solle die bereits vor Jahren im Raume stehende Idee des Baus einer Marina mit Ostseezugang endlich realisiert werden. Ganz ähnliche Pläne skizzierte jetzt Minister Marek Gróbarczyk bei seinem Besuch vor Ort. Ihm zufolge soll der Jamunder Kanal auf drei Meter vertieft werden, damit künftig größere Segelschiffe ungehindert zwischen See und Meer wechseln können. Eine Schleuse, der Umbau des Flutwehrs, Stärkung der Hochwasserdämme sollen die Situation deutlich im Sinne von Bürgern und Naturschutz verbessern. Auch straßenbauliche Maßnahmen würden notwendig werden. So soll die bisher feste Brücke über den Kanal auf der Straße zwischen Unieście und Łazy (Laase) durch eine Hebebrücke ersetzt werden.

Folgt man den Ausführungen des Ministers, der eine Umsetzung bis 2020 in Aussicht gestellt hat, müsste das Wehr komplett abgerissen werden. Dessen Fundamente liegen nämlich in einer Tiefe von zwei Metern, was zumindest einen Neubau erfordern würde. Schwierig wird es zudem, weil es sich bei der gesamten Hochwasserschutzmaßnahme um ein zum größten Teil aus EU-Fördermitteln umgesetztes Projekt handelt. Im schlechtesten Falle müsste die Woiwodschaft Zachodniopomorskie (Westpommern) bei einem Abriss des Wehrs die gesamte Fördersumme zurückzahlen. Am 5. Oktober wird in Mielno eine öffentliche Konferenz zu dem erneuten Vorhaben stattfinden. Spätestens nach den Kommunalwahlen am 21. Oktober wird sich zeigen, ob und wenn ja wie das Projekt auf der Agenda im Ministerium bleibt.




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